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Hedgefonds

Was sind Hedgefonds?

Das Wort Hedgefonds leitet sich vom englischen Begriff „to hedge“ (absichern) ab. Dieser Terminus hat somit die Begriffsbestimmung für eine gesamte Investmentkategorie geprägt. Absichern bedeutet das Risiko finanzieller Verluste zu minimieren. Dies geschieht in der Regel darin, dass man Risiken (Aktien-, Anleihenkurse, Währungen, Zinssätze, Rohstoffpreise) durch Gegenpositionen versucht auszuschalten.

In der Literatur werden Hedgefonds in die Anlageklasse der alternativen Investments eingeordnet. Dabei handelt es sich um einen sehr umfangreichen Begriff, welcher auch oft als „neue Anlagemöglichkeiten“ oder „innovative Finanzinstrumente“ bezeichnet wird.

Bei der Wahl der Investments (Aktien-, Anleihen-, Derivatemarkt, …) unterliegen Hedgefonds keiner Beschränkung. Anhand der verfolgten Strategien entscheiden sie selbst, in welche Kategorie oder Kategoriekombinationen sie investieren.

 

Wie ist ein Hedgefonds aufgebaut?

Beim Aufbau und der Organisation können sich Hedgefonds individuell unterscheiden. Die meisten wählen jedoch die Rechtsform einer „Limited Partnership“. Eine „Limited Partnership“ ist im deutschsprachigen Raum mit einer Kommanditgesellschaft vergleichbar.

Der unbeschränkt haftende Gesellschafter wird als Sponsor oder General Partner bezeichnet. Dabei handelt es sich jedoch meist um eine Aktiengesellschaft, wodurch die Stellung des unbeschränkt haftenden Gesellschafters wiederrum von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung übernommen wird.

Die Kapitalgeber werden als Anleger oder Investoren bezeichnet. Sie nehmen den Part des Kommanditisten – beschränkt haftenden Gesellschafters – ein.

Das Fondvermögen (Hedgefonds) befindet sich somit im Gesamtbesitz des unbeschränkt haftenden Gesellschafters und der Anleger.

 

Wie sieht es mit den Gebühren aus?

Die finanzielle Vergütung für Hegdefonds ist stark von der Performance abhängig. Es wird bei den Gebühren zwischen einer jährlichen Managementgebühr (Verwaltungsgebühr) und einer Performancegebühr unterschieden. Die Managementgebühr liegt normalerweise zwischen 1 bis 2% des investierten Kapitals. Wohingegen die jährlichen Erfolgshonorare für die Performance zwischen 20 und 25% betragen können.

Bevor man in einen Hedgefonds investiert, ist es sehr wichtig, sich zuerst intensiv mit den Gebühren auseinanderzusetzen.

Bei der Performancegebühr gibt es unterschiedliche Berechnungsprinzipien. Konkret wird dabei zwischen dem High-Watermark-Prinzip und dem Hurdle-Rate-Prinzip unterschieden:

High-Watermark-Prinzip:

Bei diesem Prinzip muss der Kurs (net asset value des Hedgefonds) zu einem bestimmten Zeitpunkt einen historischen Höchststand erreichen, damit überhaupt eine Performancegebühr fällig wird. Dieses Prinzip soll die Manager dazu bewegen nicht zu viel Risiko einzugehen bzw. auch kein Performance-Gambling zu betreiben. Unter Performance-Gambling versteht man, dass man in einem Jahr bewusst hohe Verluste in Kauf nimmt um im darauffolgenden Jahr höhere Gewinne ausweisen zu können.

Hurdle-Rate-Prinzip:

Beim Hurdle-Rate-Prinzip existiert eine Schwellenrendite, welche zuerst überboten werden muss, bevor die Hedgefonds eine Performancegebühr verrechnen dürfen. Diese Schwellenrendite wird individuell vom jeweiligen Hedgefonds bestimmt. Bei höheren Schwellenwerten verlangen die Hedgefonds jedoch meist höhere Managementgebühren. Es wird zudem noch zwischen einer Soft-Hurdle und einer Hard-Hurdle unterschieden. Bei der Soft-Hurdle wird die Performancegebühr bei Überschreitung der Schwelle von den gesamten Erträgen berechnet. Wobei bei der Hard-Hurdle nur die Performance, welche über dem Schwellenwert liegt, als Berechnungsbasis verwendet wird.

Die zum Großteil erfolgsorientierten Gebühren dienen zudem als Anreiz für die Hedgefondsmanager. Erfolgreiche Hedgefondsmanager zählen weltweit zu den Bestverdienern. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass für viele der Traumberuf Hedgefondsmananger werden ist.


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